Ein berührendes Konzerterlebnis am 10. April
Suhl - Berührende Melodien, spätromantische Harmonik und dazu ein Kreuzmotiv, das sich durch die gesamte Komposition zieht: Antonin Dvoraks Requiem ist eines der größten kirchenmusikalischen Werke, bei dem vor allem der Chor brillieren kann.Die Suhler Singakademie wird es, begleitet von der Vogtland Philharmonie, am 10. April unter Leitung von Matthias Beckert in der Hauptkirche aufführen. Dem Publikum wird damit erneut eine Suhler Erstaufführung geboten.
Antonin Dvoraks monumentales Requiem op. 89 für Soli, Doppelchor und großes Orchester ist geprägt von dynamischer Vielfalt - vom zarten Pianissimo bis zum kraftvollen Fortissimo ziehen Musiker und Sänger alle Register.
Ein Reichtum an musikalischen Ideen und Formen prägt das Requiem. Die große Klammer um das Werk ist die Verwendung des Kreuzmotivs, das schon aus der Musik Johann Sebastian Bachs bekannt ist. Die eindringliche melodische Phrase, die in der Notensetzung an ein Kreuz erinnert, steht gleich zu Beginn des ersten Orchestereinsatzes. Das Motiv kehrt immer wieder, auch in den Chorstimmen, bis es im Agnus Dei - nach den letzten Rufen des Chors nach ewigem Licht - das gewaltige Werk leise im Orchester ausklingen lässt.
Die Uraufführung des Requiems fand am 9. Oktober 1891 beim Birmingham Musikfestival unter Dvoraks Leitung statt und war ein überwältigender Erfolg. Hier wie auch in London und anderen Städten Englands hatte der Komponist bereits 1885 mit seinem "Stabat Mater" triumphale Erfolge verzeichnet. In einem Brief aus dieser Zeit schreibt er: "... Im Konzert wurde ich gleich beim Eintreten vom Publikum mit stürmischem Beifall empfangen. Von Nummer zu Nummer wuchs die allgemeine Begeisterung, und gegen Ende war der Applaus so gross, dass ich es mir besser nicht wünschen konnte ..."
Die Suhler Singakademie wird Dvoraks Requiem gemeinsam mit der Vogtland Philharmonie aufführen. Solisten sind Andrea Chudak (Sopran), Maria Rebekka Stöhr (Alt), Hannes Böhm (Tenor) und Daniel Ochoa (Bass). Die Leitung liegt in den Händen von Chordirektor Matthias Beckert. red
Karten gibt es in der Tourist Information Suhl im Atrium CCS,
Tel.03681 – 720052
Freies Wort Suhl vom 25.03.2010
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