Poesie und Romantik in der Musik

Ein Chorwerk der Romantik stellt die Suhler Singakademie am 23. Oktober vor
- Schumanns „Das Paradies und die Peri".

Suhl - Die Hauptkirche ist innerhalb von vierzehn Tagen zum zweiten Mal Aufführungsort großer Chorsinfonik: Nach dem gelungenen Vivaldi-Konzert des Suhler Knabenchores vor einer Woche lädt nun die Singakademie, verstärkt durch die New Voices, zu Robert Schumanns „Das Paradies und die Peri" ein. Die Proben unter Leitung des Singakademiechefs Matthias Beckert - er ist auch künstlerisch für den Knabenchor verantwortlich - laufen schon seit Monaten intensiv.

Es war der 200. Geburtstag Schumanns (1810-1856) in diesem Jahr, den Beckert zum Anlass nahm, dessen berühmtestes chorsinfonisches Werk einzustudieren. Der Komponist, vor allem bekannt durch Klaviermusik, zeichnete sich schon früh mit seiner Doppelbegabung für Musik und für Poesie aus. In der Zeit der Romantik war das natürlich eine ideale Kombination. Schumann wählte dazu als literarische Vorlage einen Stoff aus der persisch-indischen Mythologie, der auch heute noch im persischen Sprachraum bekannt ist.

In der Musik zu „Das Paradies und die Peri" entfaltet sich die ganze Klangwelt der Romantik und findet zu einer ergreifend malerischen Tonsprache, dazu kommen gewaltige Chorszenen, die den Zuhörer beeindrucken werden.

Für das Projekt gewann Beckert wiederum fabelhafte Sänger: Alexandra Steiner, Sopran (Weimar), Barbara Bräckelmann, Alt(Kaiserslautern), Robert Morvai, Tenor (Stuttgart) sowie Johannes Weinhuber, Bariton (Leipzig). Als Orchester ist ein langjähriger Partner des Ensembles, die Thüringen-Philharmonie Gotha zu erleben.

In Suhl erklingt Schumanns Komposition erstmals. Möglich wird die Aufführung dank Unterstützung zahlreicher Förderer unter anderem aus Suhl und Zella-Mehlis, aber auch mit Hilfe der Rhön-Rennsteig-Sparkasse und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

(Freies Wort 14.Oktober 2010, Autorin: Frau Clement)